SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie

Bismarckstr. 52
97980 Bad Mergentheim

Tel.: +49(0)7931-545-0
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Homepage: www.schmerz.com
Mail: schmerz@schmerz.com

Erfahrung schon seit 1987
Auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V bieten wir Mitgliedern gesetzlicher Kostenträger Rehabilitationsbehandlungen an und
Patienten mit privater Krankenkasse erhalten eine Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918. Die Klinik ist auch beihilfefähig.

Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie

GLOSSODYNIE
weitere Suchbegriffe: chronische Glossodynie, Glossodynia

Der Begriff "Glossodynie" steht für Schmerzen in der Z unge. Sehr häufig wird bei einer Glossodynie der Schmerzcharakter als brennend bezeichnet.
Man unterscheidet generell zwischen der akuten und der chronischen
Glossodynie. Die englische Schreibweise ist „glossodynia“.

Nicht selten tritt die Glossodynie (Glossodynia) zusammen mit folgenden Symptomen (= Krankheitszeichen) auf:

Bei einer Glossodynie schwanken häufig Intensität und Lokalität. Die Z unge ist meist seitlich (beiderseitig) und an der Spitze betroffen, wobei jedoch keine Zusammenhänge mit dort laufenden Nervenbahnen bekannt sind.

Oft sind die Beschwerden abhängig von der Tageszeit. Im Laufe des Tages nehmen die Missempfindungen oft zu, sie beginnen morgens schwach und können zum Beispiel am Abend dann kaum erträglich sein. Schlafstörungen treten allerdings gewöhnlich nicht auf und auch bei der Nahrungsaufnahme treten die Symptome eher in den Hintergrund.

Die Glossodynie wird häufig zudem von einer (stellenweise deutlich sichtbaren) En tzündung der Z unge (Glossitis) begleitet. Oftmals tritt auch das Phänomen der „Mundtrockenheit“ (sog. „Xerostomie“) hinzu.

Hier gelangen Sie zu den verschiedenen Formen einer Zungenentzündung: www.glossitis.de (einfach anklicken).

Häufiger klagen Patienten mit einer Glossodynie auch über Schlafstörungen, Kopfschmerz, Konzentrationsschwächen, Appetitmangel, Depressionen und Ängste. Auch findet man die Glossodynie häufiger bei Schizophrenie-Patienten.

Von einer Glossodynie (Glossodynia) sind Frauen insgesamt häufiger betroffen als Männer.

So vielseitig die Begleitsymptome (= Krankheitszeichen) sein können, so komplex sind auch (leider) die möglichen Ursachen einer Glossodynie:

Erwähnenswert sind noch zwei Erkrankungen, die mit einer Glossodynie einhergehen:

  1. Glossopharyngeus-Neuralgie - Diese Krankheit ist gekennzeichnet durch streng einseitige paroxysmal (= anfallsartig) einschießende, heftige Schmerzsensationen, die vorwiegend im Bereich des Rachens, des weichen Gaumens und des Zu ngengrundes auftreten, manchmal auch mit Ausstrahlung zum Oh r hin oder in die Zähne.

  2. Nacken-Zungen-Syndrom - Dieser Kopfschmerz tritt attackenartig einseitig hinterkopfbetont auf und ist von einer unangenehmen Hy pästhesie (= herabgesetzte Empfindlichkeit) bzw. Taubheit und Schmerzen im Bereich der gleichseitigen Zu ngenhälfte begleitet.

Therapie der Glossodynia

Symptomatisch (= auf die Krankheitszeichen ausgerichtet) können Mundspülungen mit kühlem Salbeitee oder Salzwasser versucht werden.

Hält eine Glossodynie trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) Therapie weiter an, so sind Maßnahmen der speziellen Schmerztherapie gefragt. Bei der therapeutischen Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) kommt es nicht nur zu der gewünschten Unterbrechung der Schmerzreizleitung, sondern für die Wirkzeit des Medikaments auch zu einer deutlichen Durchblutungssteigerung und unter einer guten Durchblutung heilen entzündliche, aber auch degenerative Prozesse sicher ab.

Bei einer Glossodynie (Glossodynia) bieten sich zwei Methoden an :

  1. Wechselseitige Bockaden des Ganglion cervicale superius* (= vegetative Schaltstelle im seitlichen, hinteren Rach enbereich), und
  2. Wechselseitige Bockaden des Ganglion stellatum (= vegetative Schaltstelle im seitlichen Hal sbereich)

Es reicht aber nicht aus, diese Blockaden ab und zu durchzuführen, sondern es ist eine gehäufte Abfolge erforderlich, so z. B. 1-2 mal täglich über 10 Tage. Regelmäßig ist allerdings ein solches Setting nur unter stationären Bedingungen durchführbar.

* Die Blockade des Gang lion cervicale superius erfolg t als GLOA (= Blockade mit einem Opium- ähnlichen Wirkstoff), der Nach teil gegenüber der Verwendung eines Loka lanästhetikums (= örtliches Betäubungsmittel) is t aber, daß die Wir kung auch be i wiederholter An wendung kaum anhal tend ist, da die sympathikolytische (= gefäßerweiternde) Kom ponente nur gering oder ga r nicht ausgeprägt ist.

Laut der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch einen Brief an die Aufsichtsbehörden. Zu diesem Wahlrecht gibt es mittlerweile auch ein Urteil des hessischen Landessozialgerichts (Az.: L 1 KR 2/05):Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen. (Der Kläger hatte die Kur noch während des laufenden Prozesses in der von ihm bevorzugten Einrichtung auf eigene Kosten angetreten. Seine Krankenkasse wurde dazu verurteilt, ihm die Kosten für die Kur zu erstatten. Eine Revision gegen die Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu).

Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:

Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten. Zu weiteren Informationen (Behandlungsformen, Beantragung der Kostenübernahme bei den verschiedenen Kostenträgern, Schmerzambulanz usw.) gelangen Sie hier: http://www.schmerz.com/konzept-und-kostentraeger (einfach anklicken).

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Aktualisiert:>10.01.2010</> a&bl90-
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